Meine Verletzlichkeit ist meine größte Stärke

Frei

Momentan sind Perfektionismus und Verletzlichkeit ein großes Thema für mich. Angeregt durch Brené Brown schaue ich gerade, was der Perfektionismus in meinem Leben bewirkt hat. Eine große Erkenntnis dabei war, dass er vor allem von Angst getrieben ist. Die Angst, negativ aufzufallen, skeptisch angeschaut zu werden oder nicht dazuzugehören. Aus dieser Angst heraus habe ich meine ganze Jugend und den Beginn meiner Arbeitslaufbahn damit verbracht, ein perfektes Bild abzugeben. Dabei hatte mein Körper nichts mehr zu melden. Doch abgesehen von meinen eigenen daraus entstehenden Zwängen: was habe ich den Menschen angetan, denen ich vermittelte, sie dürften ebenfalls keinen Fehler zulassen? Oder wie habe ich die Menschen verletzt, die ich selbst mied, aus Angst, sie könnten hinter mein Geheimnis kommen und mich verletzlich und unperfekt sehen – mich sehen, wie ich bin.

Doch wonach sehnte ich mich die ganze Zeit? Nach Zugehörigkeit. Nach Wertschätzung. Nach Liebe. Nach tiefen Beziehungen. Danach: angenommen zu werden, wie ich bin.
Aber wie können mich Menschen annehmen, wie ich bin, wenn ich ihnen nicht zeige, wer ich bin?

Weiterlesen “Meine Verletzlichkeit ist meine größte Stärke”